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Wider die Lebens- mittelverschwendung

Die Lebensmittelvernichtung in Deutschland, und nur das…

… ist hier das Thema, ist riesig. Wir Endverbraucher sind in der ganzen Kette vom Bauern über Handel und Großverbraucher bis zu uns mit großem Abstand die schlimmsten Verschwender: über 40 Prozent der insgesamt 18 Millionen Tonnen der von der gesamten Kette im Jahr vernichteten und verschwendeten Lebensmittel, knapp ein Drittel des aktuellen Nahrungsmittelverbrauchs, so die WWF-Studie (World Wildlife Found) vom letzten Jahr, schmeißen wir Endverbraucher in die Tonne! Das sind fast 10 Millionen Tonnen, eine so gigantische Zahl, dass man sie sich nicht vorstellen kann, weshalb ich sie hier anschaulich machen möchte.

Rechnen wir die knapp 10 Millionen Tonnen Lebensmittel einmal um in maximal gefüllte 40-Tonner-Sattelzüge: sie fassen max. 28 Tonnen Zuladung.  Über alles misst jeder von ihnen 16,50 Meter, das ist die in Deutschland zugelassene Maximallänge: 357.143 solcher Sattelzüge wären notwendig, um die von uns je Jahr vernichteten und verschwendeten Lebensmittel zu fassen. Reihte man diese Brummis aneinander, Stoßstange an Stoßstange, dann füllten sie eine Fahrbahn von 5.893 Kilometern Länge! Die längste deutsche Autobahn, es ist die A 7 von der dänischen Grenze in Eilund bis nach Füssen an der östereichischen Grenze, mit ihren gut 962 Kilometern würde mit ihren vier Fahrspuren, zwei nach Norden, zwei nach Süden, bei weitem nicht ausreichen, diese ungeheuerliche Sattelzugschlange aufzunehmen. Verhielten wir uns ideal, könnten maximal 70 Prozent der rund 10 Millionen Lebensmitteltonnen  eingespart werden, sagen die Wissenschaftler. Das wären dann 4.125 Kilometer Sattelzug-Schlange weniger – die A7 wäre also fast frei davon.

Doch die Verschwendung hat noch mehr Aspekte. Insgesamt wandern die Früchte von 2,6 Millionen Hektar in die Tonne statt auf den Teller. Unser Anteil als Verbraucher beziffert sich dabei auf 1.040.000 Hektar, die vierfache (!) Fläche des Bundeslandes Saarland. Würden wir weniger ungenutzt wegschmeißen, hätten wir im Idealfall gut 700.000 Hektar Acker- und Grünland mehr. Wenn darauf und damit auch eine nachhaltige Landwirtschaft betrieben werden würde, dann wäre das nicht nur gut für das Klima, sondern auch für die Menschen, die Fruchtbarkeit der Böden und die Vielfalt der Lebewesen auf diesen Flecken Erde.

Essen ohne Verschwendung
Es gibt viele Möglichkeiten, im täglichen Alltag aktiv etwas gegen Verschwendung zu tun. Das Einfachste ist, beim Einkauf planvoll nur das einzukaufen, was man unbedingt fürs gut geplante Essen braucht. Noch besser ist, statt Fertigprodukte zu kaufen, selbst zu kochen; denn die Nahrungsmittelindustrie und der zugehörige Handel sind zusammen der zweitgrößte Lebensmittelverschwender und -vernichter. Und wenn man selbst kocht, dann sollte man a) nur ganz frische Lebensmittel kaufen, b) diese weitestgehend verwenden. Ein Beispiel dafür folgt auf diesem Blog in Kürze: Ein komplettes 3-Gänge-Menü (ohne Dessert) vom Hähnchen mit Gemüsen und Pilzen.

(Foto: © Geflügel vom Brunnenhof, Künzelsau-Mäusdorf)

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