Was ich tun kann für die Welt (2)

Es war so geplant: einen zweiten Artikel sollte es zu diesem persönlichen Thema geben. Und vorher sollte eine gewisse Zeit vergehen, bis ich dazu etwas schreibe; denn ich wollte mein Verhalten in einem Punkt ändern, nämlich mein Auto intelligenter nutzen. Ich gebe zu, ich bin mit ihm zuviel gefahren. Nicht um die großen Strecken geht es, sondern um die kleinen. Von Zuhause in die Stadt beispielsweise. Oder von meiner Stadt zur Bezirkshauptstadt, die gut 40 km entfernt ist.

Ich habe mir also Anfang des Jahres vorgenommen, mein Auto weniger zu nutzen. Weil Autofahren doch erheblich a) mit seinem CO2 Ausstoß dazu beiträgt, den CO2 Gehalt in der Atmosphäre ansteigen zu lassen mit ungünstigen Auswirkungen auf das Klima, b) den Verbrauch fossiler Ressourcen beschleunigt. Hinzu kommt noch, dass Autofahren teuer ist. Meine Fahrten (und das sind die meisten – auch hinsichtlich der Kilometerleistung) aufs Land oder zu Terminen in weit entfernte, eher abseits der guten Bahnverbindungen gelegenen Orte kann ich nicht ersetzen durchs Zufußgehen oder das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel. Aber ich könnte es bei den Kurzstrecken.

Und genau das habe ich seitdem ziemlich konsequent getan. Ja, es ist sogar fast zur Gewohnheit geworden – und ist somit kein Strohfeuer für eine kurze Zeit. Für die Fahrten in die Bezirkshauptstadt nutze ich die Bahn: das braucht kaum mehr Zeit, ich spare viel CO2 ein und spare sogar noch Geld dadurch. Zwar fahre ich mit dem Auto rund 3 km zum Bahnhof, parke dort aber – mit etwas Glück sogar kostenlos. Das Bahnticket ist so günstig (weil ich einen zeitabhängigen Sondertarif nutzen kann und ich am Ziel keinen teuren Parkplatz bezahlen muss), dass das Nutzen des eigenen Wagens teurer wäre. Und noch ein Vorteil: Ich kann ein Gläschen Wein trinken bei den Besprechungen bzw. zum Essen, dessen Alkoholgehalt Stunden später kaum messbar ist, wenn ich mich in mein am Heimatbahnhof abgestelltes Fahrzeug setze.

Die kurzen Strecken vom Haus in die Stadt (ca. 2 km) und/oder zurück radle ich oder gehe zu Fuß. Wenn’s regnet nehme ich den Stadtbus – er fährt alle 20 oder 30 Minuten. Mit Radeln und Gehen habe ich zugleich einiges für meine Fitness getan. Und außerdem einiges Geld gespart. Sehe ich doch bei meinem Wagen, wieviel Sprit er braucht für diese kurzen Strecken – und auch das Parkgeld ist nicht unbeträchtlich. Und auch mit dem Bus spare ich, da Hin- und Rückfahrt deutlich günstiger ist als die Pkw-Kilometerkosten plus Parkgeld. Alles in allem also: weniger CO2 in der Luft, dafür mehr Geld im Geldbeutel und verbesserte Fitness.

Kleine Schritte sind auch Schritte. Machen viele solche Schritte, resultiert daraus am Ende große Wirkung. Zugunsten des Klimas von morgen.

Hans-Werner Bunz

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