Lob der Langsamkeit

Zur Zeit lese ich Günter Grassens Alterswerk „Grimms Wörter“. Ein sprach- und wortmächtiges Werk. Ein Zitatenschatz auch. Und ein Kunstwerk der Zeitverwebungen. Unwillkürlich drängte sich mir eines Morgens – ich lese gerne morgens vor dem Aufstehen ein halbes Stündchen – eine Idee auf: Wäre es nicht lohnenswert, die Sprichwörter zum Lobe der Langsamkeit, des Slow Life zu sammeln? Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr fesselt mich der Gedanke. Unwillkürlich drängten sich vor:
Eile mit Weile.
In der Ruhe liegt die Kraft.
Kommt Zeit, kommt Rat.
Was lange währt wird endlich wahr.
Nun wird es wohl weitergehen wie bei den Grimm-Brüdern: nach Zitaten schauen, in Sprichwörter-Lexika blättern, Zurufe hier auf diesem Blog, der jetzt vielleicht dank vieler „Zuarbeiter“ gar zum überlaufenden Zettelkasten werden könnte. Was schön wäre.
Hans-Werner Bunz

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2 Gedanken zu “Lob der Langsamkeit

  1. Ich fide Ihre Postulate und dieThemenrichtung wunderbar! Es ist wirklich an der Zeit, den Schalter umzulegen. Wie viel Wichtiges geht auf der Überholspur verloren? Der Mensch verlernt die Fähigkeit, zu kreieren, weil er ständig weiter rasen muss. Betrachten bereichert manchmal mehr, als mitmachen.

  2. „Der Müßiggänger ist ein Abenteurer im Angesicht des Todes, ein Kreuzritter wider das Diktat der Eile.“ – Pascal Mercier in seinem Roman „Nachtzug nach Lissabon“

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